GESCHEHEN

Geschehen

  • Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt

Archiv

Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt

07 April 2019 - 28 Juli 2019

Pieter Bruegel wird oft als Verkörperung der flämischen Identität betrachtet. Warum ist das seit der Wiederbelebung seines Werkes um 1900 der Fall? Warum ist er zu einer Ikone geworden, zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration und zu einem rockigen Klischee? In der Ausstellung Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt lernt der Besucher eine Reihe von Schlüsselwerken flämischer und internationaler Künstler kennen, die „einen Bezug zu Bruegel haben“. Sie knüpfen an seine Themen an, interpretieren sie neu, zitieren ihn ... und zeigen damit, dass sein Werk nichts von seiner Bedeutung verloren hat.

Die Ausstellung geht von dem „großen Missverständnis“ aus, als Bruegel in den späten Tagen der Romantik als tief im flämischen Boden verwurzelter Maler von Bauernpsalmen, eisigen Schneelandschaften und ewig rauschenden Weizenfeldern ausgerufen wurde. Die Ausstellung untersucht, wie flämische und auch belgische und internationale Künstler in der Zwischenkriegszeit und auch danach noch mit seinem künstlerischen Erbe umgingen. Dabei konzentrieren wir uns auf folgende Künstler: James Ensor, Valerius De Saedeleer, Jules De Bruycker, Gustave Van de Woestyne, Jean Brusselmans, Constant Permeke, Anto Carte, Otto Dix und George Grosz.

Daran anschließend zieht die Ausstellung verschiedene zeitgenössische Register mit Kunst, Performance und Musik. In Zusammenarbeit mit den Kuratoren Luk Lambrecht und Lieze Eneman werden zehn Künstler gebeten, auf Themen aus Bruegels Oeuvre oder deren Interpretation durch die Generation der Wiederentdecker einzugehen. Diese Kreationen sind mit bestehenden Arbeiten verknüpft, die im Kontext relevant sind. Beteiligte Künstler sind Pascale Marthine Tayou, Honoré d'O, Emanuelle Quertain, Jan Van Imschoot & Salam Atta Sabri, Dirk Braeckman/Franz West/Lisbeth Gruwez, Kasper Bosmans, Gilberto Zorio, Grazia Todori, Anetta Mona Chisa & Lucia Tkácová, Christoph Fink, Daniel Buren, Jimmie Durham, Ricardo Brey und Bart Lodewijks.

Auch eine Installation von Rimini Protokoll, einer der kreativsten Theatergruppen Berlins, wird zu erleben sein: Sie entwickeln einen interaktiven und immersiven Kontrapunkt zu der Ausstellung: Global Village. Nach Bruegel. Rimini Protokoll zeichnet ein zeitgenössisches Porträt des ländlichen Lebens in Form einer Videoinstallation mit Virtual-Reality-Brillen. Wie in Bruegels Gemälden wird der Betrachter mit einem komplexen Spiel von Gesten und gegenseitigen Beziehungen konfrontiert, welches die Realität des Lebens auf dem Lande darstellt, und zwar nicht nur in Flandern, sondern weltweit. Die Installation stellt den Betrachter in den Mittelpunkt dieses Gesellschaftsmodells.

Die Ausstellung Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt  ist Teil des Projektes 'Flämische Meister' von VISITFLANDERS, das Das Narrenfest. Bruegel wiederentdeckt unterstützt.

Öffnungszeiten

Vom 7. April 2019 bis einschließlich 28. Juli 2019
Täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr (letzter Einlass um 17 Uhr)
Montags geschlossen
An Feiertagen geöffnet

Preise

Einzelkarte Feast of Fools: € 15 (einschließlich Kunst im Museumsgarten)
Ermäßigte Karten und Gruppe: € 14
Jugendliche unter 18 J.: € 2
Kinder unter 7 J.: Eintritt frei

Reservierungen

Online-Tickets ab November 2018 auf www.feastoffools.be
Sie können eine Führung buchen, indem Sie mindestens zwei Wochen im Voraus eine E-Mail an bezoek.gaasbeek@vlaanderen.be senden
Handelskontakt: Nancy Verhulst, bezoek.gaasbeek@vlaanderen.be, T +32 (0) 2 531 01 44

Urheberrecht Fotos:
Constant Permeke, Spaßmesse, 1921, Königliches Museum der Schönen Künste Antwerpen, (c) www.lukasweb.be, Kunst in Flandern vzw, Foto Hugo Maertens
Valerius De Saedeleer, Schnee in Flandern, 1928, Königliches Museum der Schönen Künste Antwerpen, (c) www.lukasweb.be, Kunst in Flandern vzw, Foto Hugo Maertens
Gustave Van de Woestyne, De Papeter, 1911, Sint-Martens-Latem, Stadtmuseum Gevaert-Minne, (c) Erwin De Keyzer
 
logo-vm-bruegel-2019-de-a.jpg    logo-gemeente-lennik-a.jpg    logo-agentschap-voor-natuur-en-bos-a.jpg